Martin Sonneborn. Foto: FluPopow
Martin Sonneborn. Foto: FluPopow

Meint er das alles ernst? Oder ist das die pure Ironie? Klar ist nur eines: Es wird krawallig, wenn Martin Sonneborn am Dienstagabend, den 22. Januar im Frankfurter Hof auftritt. Das Mainzer Publikum darf sich jedenfalls auf etwas gefasst machen, nämlich auf Satire auf hohem Niveau. Und Sonneborn hat die vergangenen Jahre einiges erlebt – er kann aus dem Vollen schöpfen. Titel des Abends: „Krawall und Satire“.

Manny Reifenshop Ingelheim

„Profilneurose“

Laut Pressetext ist ein Abend mit Martin Sonneborn ein „ganz unaufgeregtes Multimediaspektakel mit lustigen Filmen und brutaler politischer Agitation zugunsten der PARTEI, die in Deutschland immer noch unbemerkt nach der Macht greift“. Und weiter: „Für seine TITANIC-Aktionen bejubelte ihn der Stern als ‘Krawallsatiriker mit Profilneurose‘, für ‘Heimatkunde‘ lobte ihn der Berliner Kurier: ‘Üble Ossi-Hetze! Wie kann ein Mensch die Ossis nur so hassen?!‘”

Mit Grimme-Preis ausgezeichnet

Martin Sonneborn war bis 2005 Chefredakteur des Frankfurter Satiremagazins TITANIC. 2004 gründete er die PARTEI – um „die Mauer wiederaufzubauen“. Bei der Europawahl in Deutschland 2014 wurde er als Spitzenkandidat der PARTEI zum Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt. Seit 2006 ist er Leiter des Satireressorts bei Spiegel Online, seit 2009 Außenreporter der ZDF-„Heute Show“. Über den Film „Heimatkunde“ schrieb die Berliner Zeitung: „Komischer als ausgedacht“ und der „Spiegel“ urteilte: „Eine schaurig schöne Momentaufnahme zum Stand der Einheit.“ Für seine Serie „Sonneborn rettet die Welt“ auf ZDFNeo wurde der Satiriker 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.