Foto: Jürgen Krohne

Im Topspiel am 37. Spieltag der DEL2 der Saison 2018/2019 haben die Löwen den Tabellenführer Ravensburg Towestars auf den 2. Platz verwiesen. Die Löwen Frankfurt stehen jetzt mit einem Punkt vor Ravensburg und sind somit Tabellenführer. An diesem Sonntagabend waren die Löwen 60 Minuten die überlegende Mannschaft auf dem Eis und konnten am Ende den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte über Ravensburg Feiern.

Die Tore erzielten Antti Kerälä, Max Faber (2), Carter Proft, Eddie Lewandowski (2), Mathieu Tousignant und Kevin Maginot

Die Halle tobte

Ravensburg hielt bis Sonntag souverän die Spitze. Doch seit dem 28.12.2018 verloren die Ravensburger vier von sechs Spielen, so dass die Löwen von 10 Punkte Rückstand bis auf zwei Punkte vor dem Sonntag herankamen. Die 5.200 Zuschauern in der Eissporthalle sorgten von Anfang an für eine großartige Stimmung, die Löwen inhalierten geradezu die Stimmung, was sie dann auch 60 Minuten auf dem Eis zeigten. Bis Ravensburg zum ersten Mal gefährlich vors Tor der Löwen kam, da war das 2. Drittel bereits angebrochen und die Löwen führten schon mit 3:0.

Die ersten drei Tore

Im ersten Drittel fielen gleich 3 Tore. Die Löwen brauchten sechs Minuten um sich warm zu Spielen. Dann in der 7. Spielminute erzielte Kerälä den Führungstreffer. Adam Mitchell fing im Spielaufbau der Towerstars einen Pass vor der Mittellinie ab und bediente den mitgelaufenen Kerälä, der mit einem platzierten Handgelenksschuss Towerstars-Goalie Michael Boehm überwand.

Im Powerplay knapp vier Minuten Später erhöhten die Löwen auf 2:0. So konnte Faber nach einem Schuss von Mitchell den Rebound über den Puck über die Linie schieben (11.).

Aber kaum leuchtete das 2:0 auf der Anzeigentafel, klingelte es erneut hinter Boehm. Leon Hüttl schickte Lewandowski mit einem langen Pass ins Ravensburger Drittel und seine Ablage zimmerte Proft kompromisslos in die Maschen (12.).

Die Defensivwaffe hatte keine Wirkung

Die Löwen beraubten den Ravensburger die Defensivwaffe.  Vor allem durch Druck auf den spielaufbauenden Akteur noch in dessen Drittel sowie auf die Anspielstationen in der neutralen Zone verhinderten die Towerstars üblicherweise nicht nur oft einen kontrollierten Spielaufbau gegen sich, sondern provozieren gern auch Puck gewinne, welche die schnellen Stürmer zu Toren nutzen. In Frankfurt zuletzt so gesehen beim ersten Gastspiel der Towerstars im Oktober. Nach 20 Minuten zählte die Statistik 16:4 Torschüsse, im 2 Drittel konnten die Gäste nur 8 Schüsse auf das Löwentor erzielen.

Nicht viel los bei Andryukhov

Foto: Jürgen Krohne

Ravensburg versuchte zu Beginn des 2. Drittels noch einmal seine Offensive zu verstärken. Es startete bei Puck gewinn ein Stürmer in der eigenen Zone in Richtung Löwen-Drittel. Doch selten kam ein Pass dort wirklich an. Lediglich in der 22. Minute, als sich die Löwen noch nicht auf diese Variante eingestellt hatten, musste Ilya Andryukhov gleich zweimal sein Können aufbieten (wobei ihm einmal auch die Latte half), nachdem er im 1. Drittel lediglich entspannte Saves zu tätigen hatte. Nach seiner Pause am Freitag startete Andryukhov wieder im Tor der Löwen und war bei den wenigen ernsthaften Chancen der Towerstars stets zur Stelle. Großen Anteil hieran hatte bis zur Schlusssirene die Defensive der Löwen, die vor allem in der neutralen Zone immer wieder Pass- und Laufwege blockierte, Zuspiele abfing und Ravensburg zu keiner Zeit wie einen (ehemaligen) Spitzenreiter aussehen ließ.

Überragende 60 Minuten

Gute zwölf Minuten durften die Towerstars im 2. Drittel noch mitspielen, ehe Lewandowski im dritten Powerplay der Löwen den zweiten Überzahltreffer folgen ließ (33.). Als Tousignant in der 37. Minute gar auf 5:0 erhöhte, war die Partie schon vor der zweiten Pause entschieden.

Foto: Jürgen Krohne

Kaum hatten die Löwen zu Beginn des Schlussdrittels ihre erste (!) Unterzahl problemlos überstanden, beförderte sie eine weitere Ravensburger Strafzeit wieder ins Powerplay. Geduldig spielten die Löwen ihre Überzahl aus und ergänzten 15 Sekunden vor Ablauf der Strafe noch ein Element, was bis dahin noch gefehlt hatte: Ein Powerplay-Tor durch eine Direktabnahme von Faber aus dem linken Bullykreis (46.).

Den Treffer des Abends erzielte allerdings zweifellos Lewandowski mit seinem Laser aus der Halbdistanz zum 7:0, der genau im Winkel einschlug. Zuvor hatte der Altmeister zwei Ravensburger stehenlassen um letztlich auch Boehm keine Chance zu lassen (48.).

In der 51. Minute besorgte Olivier Hinze den Ehrentreffer für die Gäste, welchen Maginot allerdings noch einmal konterte und mit dem 8:1 den Endstand herstellte (56.).