Foto: Löwen Frankfurt

Der Löwen Coach musste am 33. Spieltag ohne die Angreifer Matt Pistilli, Brett Breitkreuz, Adam Mitchel und Magnus Eisenmenger auskommen. Die Löwen konnten trotz des geschwächten Kaders gegen ihren Verfolger über 65 Minuten eine starke Partie zeigen und siegten dank sehr großem Kampfgeist und taktischer Disziplin mit 1:2 nach Penaltyschießen im Fuchsbau.

Es war Mathieu Tousignant der im Penaltyschießen für die Verlängerung der Verlängerung sorgte bevor Antti Kerälä den Siegestreffer schoss. Doch der Punkt gehörte aber Ilya Andryukhov. Der Goalie, der sich unzähligen Male auszuzeichnen wusste, sicherte mit einer letzten Parade die zwei Punkte. In der Tabelle sind die Löwen dank ihres fünften Sieges in Serie bis auf einen Punkt an Tabellenführer Ravensburg herangerückt.

Zurückhaltender Start

Den Löwen kam in den ersten Minuten das Verhaltene der Füchse entgegen, um sich beim Hausherren einzustellen. Es ergaben sich zwar Abschüsse der Füchse die aber von den Löwen Defensive und Andryukhov vor keine ernsten Probleme brachten.

Auch an diesem Abend stand Andryukhov im Tor trotz des engen Spielplans. Sein aggressiver Spielstil komplettierte er die Löwen-Defensive optimal, die inklusive der Verlängerung den Füchsen gerade einmal 21 Schüsse auf das Tor gestattete. Vor allem bei einigen Einzelaktionen und Kontern der Füchse war Andryukhov stets zur Stelle und vereitelte die Aktionen dabei oft schon bevor die Lausitzer einen Torschuss abgeben konnten. Und auch wenn Feodor Boiachinov (12.), Charlie Jahnke (18.), oder im späteren Spielverlauf Anders Eriksson (39.) und Jakub Kania (40.) zum Abschluss kamen, blieb Andryukhov auch in diesen Szenen Sieger.

Im 1. Drittel kamen die die Löwen erst gegen Ende des Abschnitts zu guten Gelegenheiten. Dan Spang würde von Kerälä bedient (13.), doch Marvin Cüpper fing den Schuss des Defenders, auch zwei Minuten später den Schlagschuss von Dalton Yorke (15.). In der Schlussminute vergab Dominik Meisinger die Führung, als er bei einem Konter das Tor knapp verfehlte.

Warten auf Fehler

Das defensive und überlegte Spiel der Löwen färbte auch im 2. Drittel zunehmend auf die Füchse ab, die ebenfalls selten riskante Aktionen spielten und stets ein Auge auf ihre defensive Ordnung hatten. So kamen beide Teams auch nur im Mitteldrittel nur zu unwesentlich mehr Schüssen (acht auf beiden Seiten).

Vielleicht hätte das Spiel anders laufen können, wenn Steve Saviano in der 21. Minute an den Puck gekommen wäre und freie Schussbahn auf ein leeres Löwen-Tor gehabt hätte, nachdem sich Andryukhov bei einem tief gespielten Puck etwas verschätzt hatte. Aber die Verteidiger der Löwen klärten die Situation souverän. In der 24. Minute rettete Andryukhov dann wieder in höchster Not gegen Breitkreuz, der frei im Slot zum Abschluss kam.

Der Bauerntrick bringt die Führung

Die Füchse waren in dieser Phase vor allem offensiver Team, bremsten sich dann aber durch eine Strafzeit gegen Eriksson selbst aus. Die Löwen kenne solch eine Szene schon gegen sich erlebt, inklusive eines Gegentores. Doch jetzt waren es die Löwen, denen genau dies gelang. Mit dem guten, alten Bauerntrick brachte Koziol die Löwen im Powerplay auf die Anzeigentafel (31.).

Eine Minute später ergab sich eine Chance bei den Füchsen auf den direkten Ausgleich, doch das Penalty-Killing der Löwen hatte keine Mühe die Situation zu klären, die Führung blieb erst mal bei den Löwen.

Die Löwen wollten gleich zu Anfang des 3. Drittels mehr ins Spiel investieren als der Gegner, die taten sie auch. Doch auch Carter Proft (42.) per Rebound und Tim Schüles Schlagschuss (44.) konnten Cüpper nicht überwinden.

Der Ausgleich

Als die Löwen dann hinter dem Tor gegen Clarke Breitkreuz etwas zu motiviert verteidigten und Eriksson im Slot aus den Augen verloren, nutzten die Füchse ihre erste Chance des Drittels eiskalt: Breitkreuz‘ Pass fand Erikssons Kelle punktgenau und der Schwede traf zum 1:1 (45.).

Die Verhältnisse der ersten 30 Minuten waren mit dem Ausgleich wiederhergestellt. Das übermäßige Risiko hatten beide Teams bis zur Schlusssirene vermieden. In der Verlängerung hatte sich an der Situation nicht viel geändert.

Im Penaltyschießen gelang Jordan George mit dem ersten Versuch die Führung für die Füchse, die  Tousignant mit seinem Treffer im letzten der drei Versuche der Löwen egalisierte. Es gab also eine Zugabe der Zugabe und hier machte das Tor von Kerälä schließlich den Unterschied.

Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt 1:2 n.P. (0:0; 0:1; 1:0/0:1)