Laut ÖKO-TEST sei der bei Kindern beliebte Kakao mit Mineralölrückständen verunreinigt | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Mit Rucksack auf dem Rücken und einem Lächeln im Gesicht, springt der Nesquik-Hase über die strahlend gelbe Kakaoverpackung. Dabei zeigt er mit seinem rechten Daumen auf den Hinweis „Das Plus zur Milch“. Welches „Plus“ sich jedoch zusätzlich noch in dem braunen Kakaopulver befindet, das hat jetzt das Magazin ÖKO-TEST aufgezeigt.

Der von Nestlé auf den Markt gebrachte Kakao Nestlé Nesquik sei stark mit Mineralölrückständen verunreinigt.

Laut den Testergebnissen, bei denen 13 kakaohaltige Getränkepulver in Laboren getestet wurden, fällt der bei den Kindern beliebte Nestlé Nesquik komplett durch und erhielt als einziger die Note „ungenügend“.

Kakao mit Mineralölkohlenwasserstoffen verunreinigt

Nach Angaben der Tester, sie der Kakao stark mit Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH/POSH) verunreinigt. In Tierversuchen sie erwiesen, das MOSH Organe schädigt.
MOSH könne zum Beispiel durch die Verpackung auf die Lebensmittel übertragen werden. Aber auch bei der Produktion sei es möglich, dass die Kakaobohnen und Zucker mit den Schmierölen in Kontakt treten können.

ÖKO-TEST fragte natürlich auch Nestle an und veröffentlicht die Stellungnahme wie folgt:
„Nestlé wollte unser Ergebnis für MOSH/POSH („stark erhöht“) „so nicht akzeptieren“, teilte uns der Konzern schriftlich mit. Man habe Zweifel an der Methode für Mineralöl, die das von uns beauftragte Labor verwendet. Bei der Methode, die das von uns beauftragte, dafür akkreditierte Labor verwendet, handelt es sich allerdings nicht um irgendeine, sondern um ein Verfahren nach DIN-Norm. Und eine unabhängige Studie, die die Zweifel von Nestlé stützt, legte der Konzern uns nicht vor.“

Zu hoher Zuckergehalt und künstliche Vitamine

Weiter bemängelt ÖKO-TEST den erhöhten Zuckergehalt, sowie die zugesetzten künstlichen  Vitamine, die völlig Überflüssig seien.
Irritiert waren die Tester auch von den Angaben auf der Verpackung, so würde sich die Nähstofftabelle auf der Rückseite auf die Werte für einen durchschnittlichen Erwachsenen beziehen, obwohl sich das Produkt augenscheinlich an Kinder richtet.

Von den 13 getesteten Kakaopulver konnte lediglich eines mit „sehr gut“ abschneiden.
Weiter 7 Produkte erhielten die Note „gut“.

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