Pressemeldung der Polizei Mainz: Die Mondfinsternis am Freitagnacht zog viele Schaulustige auf den Wißberg. Die Beamten der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim richteten daher ab 23.00 Uhr eine Kontrollstelle in der Bahnhofstraße in Gau-Bickelheim ein, um zu überprüfen, ob die vom Wißberg abfahrenden Verkehrsteilnehmer das seltene Himmelsphänomen auch nicht feuchtfröhlich gefeiert hatten und somit alkoholisiert am Straßenverkehr teilnahmen.

Gleich der erste kontrollierte Fahrer gab den Konsum von Betäubungsmitteln zu, was auch ein späterer Drogentest bestätigte. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung zwei kleine Tütchen mit insgesamt 1,5 Gramm Kokain bei dem 23-jährigen Mann aus dem Landkreis Mainz-Bingen. Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass der Beschuldigte keine Fahrerlaubnis hatte. Vermutlich aus diesem Grunde hatte er auch einen gestohlenen Fahrkartenblock eines Verkehrsverbundes bei sich!

Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Diebstahls sowie eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss berauschender Mittel. Gegen den Halter des Opel Corsa, der als Beifahrer anwesend war, wird wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Da dieser nüchtern war, durfte er nach der Kontrolle sein Fahrzeug übernehmen und weiterfahren. Warum er nicht gleich selbst gefahren war, blieb fraglich! Auch beim zweiten kontrollierten Fahrzeugführer wurden die Beamten fündig.

Sie stellten sieben leere Bierdosen im Fußraum des Beifahrersitzes sowie Alkoholgeruch beim Fahrer fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab ein Ergebnis von 1,15 Promille. Aus diesem Grunde wurde dem 55-jährigen Hannoveraner durch einen Arzt auf der Wache eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein und sein Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt, eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr wurde gefertigt.

Das war leider die unerfreuliche Bilanz, die die Beamten bei ihrer Kontrolle ziehen mussten! Die Polizei appelliert daher an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, niemals unter dem Einfluss von Alkohol ein Fahrzeug zu führen, da gerade Alkoholunfälle überdurchschnittlich häufig schwere oder gar tödliche Folgen haben. Das Gleiche gilt natürlich auch für Betäubungsmittel oder Medikamente, die sich auf die Fahrtüchtigkeit auswirken!