Symbolbild Architektur Mainz

Der Staatspreis für Architektur und Wohnungsbau 2018 wurde gestern von der rheinland-pfälzischen Bauministerin Doris Ahnen gemeinsam mit dem Präsidenten der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Gerold Reker, an zwei Mainzer Unternehmen verliehen – dieses teilt die Landeshauptsatdt Mainz heute mit. Ausgezeichnet wurden die Wohnbau Mainz für das Projekt „Am Cavalier Holstein“ im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld sowie die H. Gies Architekt GmbH für das „Wohnhaus mit Büro und Tiefgarage“ in Mainz-Mombach.

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„Die Ansprüche an Wohnraum sind vielschichtig. Wettbewerbe sind ein hervorragendes Instrument, Entwicklungen und Trends im Wohnungs- und Städtebau aufzuzeigen“, so Bauministerin Doris Ahnen. Aus den Einsendungen aus Rheinland-Pfalz hat die Jury unter Mitwirkung von Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg und unter dem Vorsitz von Frau Susanne Wartzeck, Architektin aus Dipperz, zwei Staatspreise, vier Anerkennungen und zwei Mal Engere Wahl verliehen.

„Wir freuen uns sehr, dass beide Preisträger aus Mainz kommen. Das ist eine großartige Leistung. Gerade beim Thema Wohnungsbau sind innovative und nachhaltige Konzepte gefragt, um auch in Zukunft den demografischen und sozialen Anforderungen gerecht zu werden“, gratuliert Oberbürgermeister Michael Ebling. „Beide Projekte haben den ersten Platz mehr als verdient“ ergänzt Baudezernentin Marianne Grosse, die an der Preisverleihung teilnahm.

Generationenübergreifendes Wohnprojekt mit integrativem Konzept

Das Neubauprojekt „Am Cavalier Holstein“ der Wohnbau Mainz umfasst 96 Wohnungen, von denen mehr als die Hälfte öffentlich gefördert sind. Es folgt dem Modell „Zuhause in Mainz – Miteinander sorgenfrei leben“. Herzstück ist ein Nachbarschaftscafé, das von den Bewohnerinnen und Bewohnern kostenfrei für gemeinsame ehrenamtliche Aktionen genutzt werden kann. Zudem unterstützt ein im Quartier integrierter Pflegedienst die Menschen vor Ort und hilft im Bedarfsfall. Bei dem zweiten Projekt handelt es sich ebenfalls um einen Neubau, der aufgrund seiner einfachen und flexiblen Baustruktur viel Spielraum für zukünftige Nutzungsformen ermöglicht. Ziel der Architekten, der H. Gies Architekt GmbH, war die Schaffung einer Grundstruktur, die unterschiedlich zum Wohnen und Arbeiten genutzt werden kann und flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen, wechselnde Familienstrukturen und neue Arbeitsformen reagiert.

Insgesamt wurden Preise in Höhe von 25.000 € verliehen, die jeweils zur Hälfte an die Bauherren und Architekten vergeben werden. Die Ausstellung zum Staatspreis ist ab dem 16.08.2018 im Zentrum Baukultur im Brückenturm in Mainz zu sehen